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Die Radikaloperation wird v. a. beim Frühstadium des Prostatakrebses, bei dem der Krebs noch auf die Prostata
beschränkt ist, angewandt. In diesem Stadium kann der Eingriff unter Berücksichtigung verschiedener Prognosekriterien als
heilend angesehen werden. Die Radikaloperation ist international die Standardbehandlung im Frühstadium des Prostatakrebses.
In unserer Einrichtung wird der Eingriff in der Regel als minimal-invasiver laparoskopischer Eingriff in "Schlüssellochtechnik" durchgeführt. Die Ablösung der Schnittoperationen durch die Schlüssellochtechnik hat
sich in den vergangenen sechs Jahren schrittweise vollzogen. Die Radikalentfernung einschließlich der pelvinen Lymphknoten
der Prostata in Schlüssellochtechnik ist mittlerweile etabliert und hat sich in vielen Einrichtungen als
Standardeingriff durchgesetzt. Durch dieses Verfahren wird der Patient weniger belastet, er erholt sich nach
dem Eingriff schneller und der stationäre Aufenthalt ist kürzer. Im Dresdner Raum hat unsere Klinik die größten Erfahrungen mit
dieser Technik. Insgesamt wurden bisher 528 radikale laparoskopische Prostataoperationen (Stand 09/2012) an unserer Klinik durchgeführt
(Stand: 12/2008).
In bestimmten Fällen ist aufgrund von Begleiterkrankungen oder Voroperationen keine Schlüssellochchirurgie möglich. In
diesen Fällen kann der Eingriff als offene Operation über einen Unterbauchschnitt vorgenommen werden. Die Entfernung
der Prostata über einen Dammschnitt ist ebenfalls möglich, kommt aber nur noch in Ausnahmefällen zum Einsatz.
Nach den neuesten Literaturangaben besteht im Hinblick auf die Krebsheilungsrate mittlerweile kein Unterschied mehr
zwischen Schnitt- und Schlüssellochoperationen.
Stationäre Aufenthaltsdauer:
ca. 10-12 Tage
Vorteile der radikalen Prostatektomie:
• Langzeiterfahrungen liegen vor
• Postoperative pathologische Untersuchung der Prostata: Aussagen zu
Tumorstadium, Prognosefaktoren und evtl. erforderlichen Begleittherapien
• Bei Tumorrezidiven sind Folgetherapien (z. B. Strahlentherapie) mit heilendem Ansatz möglich
Nachteile der radikalen Prostatektomie:
• Risiko einer bleibenden Harninkontinenz und von Erektionsstörungen
• Nicht geeignet für Patienten mit schweren Begleiterkrankungen
• Allgemeine OP- und Narkoserisiken
Prostataoperateure:
Chefarzt Prof. Dr. med. habil. F. Steinbach
OA Dr. med. F. Schuster
Ansprechpartner:
Chefarzt Prof. Dr. med. habil. F. Steinbach
OA Dr. med. F. Schuster
Frau C. Georgiev – Fachärztin für Urologie
Frau Dr. med. A. Hentschel – Fachärztin für Urologie |